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Qualität

Qualitätsmanagement

In Krankenanstalten erstreckt sich das Qualitätsmanagement auf alle Standorte und tangiert alle Bereiche (Pflege, Verwaltung, Hotellerie, Dienstleistungen, Lieferanten etc.). In Anbetracht der Grösse und der Komplexität des GNW sind koordinierende Massnahmen unerlässlich. Die Umsetzung der Qualitätsmassnahmen auf kantonaler Ebene soll keinen «Label»-Effekt erzielen, sondern bei den Pflegeteams eine grundlegende Veränderung in der Art der Verwaltung und Betreuung bewirken.

Die Organisation des Qualitätsmanagements im Rahmen des GNW ist Bestandteil einer auf Kantonsebene laufenden Massnahme (PDF-Link «Organigramm-Entwurf für das Management von Patientensicherheit und Pflegequalität»).

Organigramm-Entwurf für das Management von Patientensicherheit und Pflegequalität Download pdf

Die Koordinationsgruppe Qualität/Sicherheit im Rahmen des GNW setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen :

Prof. Nicolas Troillet, PräsidentMarie-Christine MicheletDr. Benoît DelaloyeRegula JenzerKilian AmbordBernard ConstantinDominique Epiney
 
Diese Gruppe ist für alle, die Spitäler betreffenden Aspekte, ein Referenzorgan für die Generaldirektion des GNW sowie für die Kantonale Kommission für Patientensicherheit und Pflegequalität (KPSPQ). Sie definiert die Prioritäten im Rahmen des GNW sowie die verschiedenen Koordinationsebenen der Projekte (GNW, Spitalzentren, Standorte, Departemente, Abteilungen). Sie legt ausserdem die Kompetenzen für die Beteiligung an Projekten oder Arbeitsgruppen fest und übernimmt die Überwachung der Projekte.

Parallel zum persönlichen Engagement der Ärzte und des Pflegepersonals, denen im Alltag die Qualität ihrer Leistungen ein ganz besonderes Anliegen ist, werden schon seit mehreren Jahren in den Anstalten des GNW zahlreiche Massnahmen ergriffen, um die Pflegequalität und die Patientensicherheit zu gewährleisten. Zu erwähnen sind u.a.:


Organisatorische Massnahmen zur laufenden Verbesserung der Verfahren
 
Meldung der therapeutischen Zwischenfälle:
Ein Meldesystem für therapeutische Zwischenfälle wurde mit dem Ziel einer fortlaufenden Verbesserung eingeführt. Die Fälle werden ordnungsgemäss dokumentiert und von den medizinischen Verantwortlichen analysiert. Letztere ergreifen rasch die notwendigen Massnahmen. Die Fälle werden auch von der Kantonalen Kommission für Patientensicherheit und Pflegequalität erfasst und analysiert.
 
Management der Infektionsrisiken:
Das GNW hat das Management von Infektionsrisiken dem ZIKE (Zentrum für Infektionskrankheiten und Epidemiologie des Zentralinstituts der Walliser Spitäler) übertragen, das u.a. die epidemiologische Überwachung mehrfachresistenter Bakterien sowie die Ausbildung und die Kontrolle des Personals auf diesem Gebiet übernimmt. Darüber hinaus zu erwähnen sind die Aktivitäten in Bezug auf:
Die Händehygiene:
Mit der Unterstützung der Direktionen und der Mithilfe des ZIKE nehmen regelmässig alle Krankenanstalten des GNW an den nationalen Kampagnen für Händehygiene teil. Neben der Förderung der Händehygiene als grundlegende Komponente der Pflegequalität können die Angestellten die erzielten Fortschritte anhand anderer Erhebungen messen. www.swisshandhygiene.ch
Spezifische Arbeiten für die Validierung und Kontrolle der Sterilisationsanlagen wurden für das gesamte GNW auf der Grundlage einheitlicher Kriterien eingeführt. Unter Mithilfe des ZIKE sind gemeinsame Verfahren, die den Anforderungen von Swissmedic für die Sterilisierung chirurgischer Instrumente entsprechen, entwickelt worden.

Dokumentation und Zertifizierungen:
Für das Prozess-Management steht den Anstalten des GNW ein gemeinsames Organisationshandbuch zur Verfügung. Alle verfügbaren Dokumente werden nach Sektoren aufgeteilt: Direktion, Ressourcen, Dienstleistungen, Unterstützung nach verschiedenen Kategorien von Unterabteilungen. Alle Dossiers sind ähnlich angelegt und behandeln die verschiedenen repetitiven Tätigkeiten, zu denen sowohl die Verwaltung als auch die Logistik und die Pflege zählen. Ein besonderer Nachdruck wird auf die fortlaufende Verbesserung und folglich auf die Meldung von Funktionsstörungen, auf interne Audits, Präventivmassnahmen etc., gelegt.
Zertifiziert nach den ISO-Normen 9001-2000 des SZO sind auch das CVP und das Spital von Siders. Eine gemeinsame Zertifizierung wird ausserdem in Betracht gezogen. Die Tätigkeiten der Qualitätssicherungs-Verantwortlichen der verschiedenen Standorte werden auf der Ebene des gesamten GNW durchgeführt. Die Institutionen, mit denen die Spitäler operativ verbunden sind (ZIWS und Blutspendedienst CTS), sind ebenfalls zertifiziert oder akkreditiert (ICHV; Transfusion Suisse).
 
Informatisiertes Patienten-Dossier:
Das elektronische Patienten-Dossier ist ein neues Hilfsmittel, das allen Klinikern (Ärzte, Krankenpfleger, Physiotherapeuten, klinische Apotheker etc.) zur Verfügung steht. Dieses Instrument, das im Einklang mit den Datenschutzgesetzen entwickelt wurde, gestattet eine optimale Betreuung des Patienten, da im Falle einer Verlegung oder einer erneuten Hospitalisierung die relevanten medizinischen Informationen den Ärzten und Pflegenden direkt auf dem Bildschirm zugänglich sind.
 
Zentralisierte Medikamentenabgabe: Die pharmazeutische Unterstützung durch die Apotheke des ZIWS und die diesbezüglichen Kontrollen tragen ebenfalls zur Qualität der Medikamentenabgabe bei (ICHV).
 
 
Systematisches Monitoring der verschiedenen qualitätsbezogenen Parameter
 
Zufriedenheitsumfrage bei den Patienten
Neben den regelmässig in den Krankenanstalten durchgeführten Erhebungen wurde im letzten Quartal des Jahres 2004 von einem unabhängigen Institut eine systematische Zufriedenheitsumfrage bei allen aus Akutspitälern entlassenen Patienten durchgeführt. Die Methodologie ist schweizweit sowohl auf der Ebene der Spitäler als auch der Krankenkassen anerkannt. Die Fragebogen wurden von der KIQ  validiert (Webseite: KIQ).

2006 lagen auch die Ergebnisse der Umfrage über die Patientenzufriedenheit vor Download pdf. 2'746 Patientinnen und Patienten haben einen Fragebogen ausgefüllt, der sich auf die erlebten Leistungen während des Spitalaufenthaltes bezog. Insgesamt waren die Patienten sehr zufrieden mit der Kompetez der Ärzte und in gleichem Ausmass mit der Kompetenz des Pflegepersonals (89% bzw. 88.8% der Personen zufrieden oder sehr zufrieden), mit der Infrastruktur (86.5%), mit der Hotellerie (85.6%), mit der Verfügbarkeit der Ärzte (85.2%) und mit der Menschlichkeit des Pflegepersonals (82.2%). Zu Unzufriedenheit Anlass gaben Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Gesundheitsfachleuten und Patienten/Patientinnen sowie Koordinationsprobleme zwischen den verschiedenen Disziplinen.

Andere spezifische Indikatoren auf der medizinischen Ebene
Das Zentrum für Infektionskrankheiten und Epidemiologie ZIKE stellt jedes Jahr in Zusammenarbeit mit dem Walliser Gesundheitsobservatorium (WGO), der Apotheke des ZIWS und dem Institut für Sozial- und Präventivmedizin in Lausanne eine Erhebung von Qualitätsindikatoren zur Verfügung, insbesondere von diversen Parametern in Bezug auf nosokomiale Infektionen, potenziell vermeidbare erneute Einlieferungen in ein Spital und die Verwendung von Antibiotika. Die Ergebnisse werden zwischen den Anstalten verglichen und bei Bedarf werden ergänzende Massnahmen ergriffen.

Indikatoren für die Krankenpflege
Die Pflegedirektionen haben für den stationären Bereich ein systematisches Monitoring von gewissen spezifischen Parametern entwickelt, wie Wundliegen (Dekubitus) oder das Auftreten von Stürzen.

Die Qualität wird auch durch eine gute Schnittstellenintegration sichergestellt. Sie zählt zu den wesentlichen Aufgaben der Koordinationsgruppe, die dank ihrer interdisziplinären Zusammensetzung optimal repräsentiert ist (Generaldirektion, Spitalzentren, ZIWS).