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Umwelt und Energie

Das Umwelt-Engagement des Spital Wallis ist in seiner strategischen Vision verankert. In der Praxis wird es umgesetzt durch:

Eine Verringerung des Energieverbrauchs

Die nachstehende Grafik* zeigt die Entwicklung des gesamten gewichteten Energieverbrauchs der Standorte des Spital Wallis.



Um den Energieverbrauch von einem Jahr zum andern vergleichen zu können, wurden die Werte nach beheizten Flächen und dem Klima gewichtet; das Referenzjahr ist 1996.

Der gesamte Energiebericht nach Standorten aufgegliedert und mit den Werten für Stromverbrauch und thermische Energie (Heizung) ist im Jahresbericht 2010 festgehalten. Die Verantwortlichen der technischen Dienste aller Standorte haben unter der Leitung der beratenden Ingenieure durch ihr Engagement und ihr Fachwissen zur Erreichung dieses Ergebnisses beigetragen.

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Spital Wallis können durch ihr Verhalten bei diesen Bemühungen mitwirken und ohne Komforteinbussen dazu beitragen, dass der Energie- und Wasserverbrauch um weitere 5% pro Jahr gesenkt werden kann. Dies würde einer Einsparung bis ca.300‘000 Franken pro Jahr entsprechen. Jeder Einzelne kann etwas bewirken! Es kann festgestellt werden, dass die Verringerung des Energieverbrauches 2010 im Vergleich zu 2009 nur 1.2 % betrug, weil 2010, durchschnittlich kälter.

Im Jahr 2010 wurden wieder Investitionen in Energiesparmassnahmen getätigt. Vor allem das Programm zur Stabilisierung der Walliser Wirtschaft, wurde gezielt für Energiesparmassnahmen eingesetzt. Es wurde an verschieden Standorten Verbesserungen an der Gebäudehülle, Ersatz von Fenstern und Flachdächern, vorgenommen.

Der zweite Schwerpunkt liegt im Bereich der Haustechnik. Der Ersatz von Kesseln oder von Lüftungssystemen durch effizientere Geräte trägt, auch zum Sinken des Energieverbrauches bei.

In Brig ist seit 2009 eine sehr wirkungsvolle Wärmerückgewinnung mit Wärmepumpen auf der Lüftung, in Betrieb. In Sitten, ist der Ersatz der Heizungsanlage durch Grundwasserwärmepumpen in Arbeit. Diese können im Sommer auch zur Kühlung genutzt werden. Auch die Beleuchtung wird etappenweise erneuert. Das Spital Siders ersetzt 2010 die Steuerung der gesamten Lüftungsanlage. In St. Maurice wird die Heizungsanlage ausgetauscht. Andere gezielte Massnahmen, wie der Einsatz von Thermostatventilen sind ebenfalls umgesetzt worden.

Bescheidene Massnahmen mit grosser Gesamtwirkung

Ein grosser Einflussfaktor für den Energieverbrauch stellt das Nutzerverhalten dar. So kann nur schon durch das richtige Lüften der Räume viel Energie gespart werden. Kurzes Stosslüften (3 bis 5 Minuten) mehrmals täglich, trägt zu einem besseren Innenklima bei, lässt jedoch nicht wertvolle Wärme entweichen. Fenster welche den ganzen Tag in „Kippstellung“ offen bleiben, sind wahre Energieschleudern.

Das Ausschalten der Klimaanlagen in nicht benutzten Räumen und selbst das wiederholte Ausschalten von Leuchtstoffröhren führen zu einer erheblichen Einsparung an elektrischer Energie. Ebenso wird durch das Ausschalten von Computern während der Nacht der Stromverbrauch reduziert. Dadurch wird eine Aufheizung der Räumlichkeiten verhindert und somit der Verbrauch der Klimaanlagen verringert.

Die richtige Einstellung der Raumtemperatur mit Hilfe von Thermostatventilen gestattet es, in grossem Umfang Wärmeenergie zu sparen. Wenn man die Temperatur um 1°C senkt, zum Beispiel von 22°C auf 21°C, verringert man den Öl- oder Gasverbrauch um 7%. Darüber hinaus steigt die Luftfeuchtigkeit rasch an, was im Winter während der Heizperiode im Wallis ein positiver Faktor ist.

Der Wasserverbrauch als Energiesparmöglichkeit

Auch beim Wasserverbrauch spielt das Nutzerverhalten eine entscheidende Rolle. Die Aufbereitung des Warmwassers stellt beim Energieverbrauch im Spital einen wichtigen Teil dar. Deshalb ist sparsamer Umgang mit Wasser auch ein Beitrag zum Energiesparen.

Wenn der Wasserhahn nur zum Teil geöffnet wird, kann mehr als 50% Wasser gespart werden. Durch die Stellung auf kaltes oder lauwarmes Wasser kann eine Verschwendung von Warmwasser verhindert werden.

Nach Möglichkeit kann durch die Umstellung auf Sparspülung bei Toiletten bei jeder Spülung 60% Wasser gespart werden.

Die Sensibilisierung für die Abfall-Bewirtschaftung

Die zunehmend verbreitete Verwendung von Einweg-Gegenständen hat zweifellos die Gesamtproduktion von Abfällen erhöht. Das Spital Wallis wird sich eingehender mit diesem Problem befassen, in der Hoffnung, dass es gelingt, diesen Anstieg einzudämmen bzw. um zu versuchen, dem Trend entgegenzuwirken und zwar durch gezielte Massnahmen und eine stärkere Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Eine neue Verordnung über den Verkehr mit Abfällen (VeVA) mit integriertem Abfallverzeichnis hat seit 2006 die Verordnung über den Verkehr mit Sonderabfällen (VVS) ersetzt. Die Publikation des Bundesamts für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL – 2004 mit dem Titel: «Abfälle, Entsorgung medizinischer Abfälle») stellt eine wertvolle praktische Hilfe dar.

Eine Arbeitsgruppe «Abfallbewirtschaftung» wurde bereits im Oktober 2004 aufgrund eines Beschlusses der erweiterten Generaldirektion gebildet. Diese Gruppe hatte die Aufgabe, an den Standorten die gesetzlichen Auflagen in Sachen Abfallbewirtschaftung koordiniert umzusetzen, namentlich eine gemeinsame Dokumentation auszuarbeiten und eine Ad-hoc-Lösung für den Verkehr und die externe Entsorgung von medizinischen Abfällen zu prüfen.

*2006 seit wurde das ZIWS ebenfalls in das Energiemonitoring einbezogen. Die Verbräuche der Rheumaklinik, der Castalie und des Spital Monthey (ab 2009), sind abgezogen, weshalb die globalen Verbrauchswerte (Energie und Wasser) gegenüber den früheren Jahren abweichen.

 Energiebilanz

Tipps und Tricks zum Energiesparen

Empfehlungen der Dienststelle für Energie des Staates Wallis

Beleuchtung
Nutzen Sie das Tageslicht und schalten Sie überflüssige Lichtquellen aus ...

Heizung
Wenn in der Nacht die Jalousien heruntergelassen sind, lässt sich eine Verschwendung von 10% Heizenergie vermeiden! Tragen Sie eine der Jahreszeit angepasste Kleidung. Wenn Sie im Büro dennoch frieren, sollten Sie, statt ein Heizgerät mitzubringen, eine Kontrolle der Raumtemperatur verlangen! Die für Büros festgesetzte optimale Temperatur beträgt 20°C  (Thermostat: Stellung 3) und für Wohnräume 22 °C (Thermostat: Stellung 4). Wussten Sie das?  Eine Senkung der Raumtemperatur um 1°C gestattet es, den Energieverbrauch um 7% zu reduzieren.

Geräte
Der Bildschirm Ihres PCs verbraucht selbst im Standby-Modus noch Energie. Zögern Sie nicht, ihn während jeder Pause auszuschalten, er wird sich  ebenso schnell wieder einschalten! Vergessen Sie nicht, jeden Abend die Drucker, PCs und anderen Geräte sowie tagsüber die nicht benutzten Geräte abzuschalten.

Und denken Sie daran: Viele kleine Schritte können eine Menge bewirken.