Informationen zum Zugsunglück in Fiesch / Lax (VS)
Sitten / Brig, den 30. Juli 2010 – Nach dem schweren Zugsunglück vom Freitag, 23. Juli 2010 befinden sich von den anfänglich 40 hospitalisierten, zum Teil schwer verletzten Personen zum heutigen Zeitpunkt noch 8 Personen in Spitalpflege: Visp (1), Sitten (3), Lausanne (2), Genf (1) und Bern (1). In den nächsten Tagen werden 3 weitere Patienten aus den Walliser Spitälern austreten und in ihr Heimatland Japan zurückkehren. Eine Person wird anfangs nächster Woche vom Spital Sitten ins Universitätsspital Lausanne verlegt.
Kurzer Abriss der Geschehnisse
Beim Zugsunglück vom 23. Juli 2010 in Fiesch / Lax sind 40 Personen verletzt worden. 38 Personen wurden in ein Spital im Wallis eingeliefert, eine Person ins Universitätsspital Lausanne (CHUV) und eine Person ins Universitätsspital Genf (HUG).
Direkt nach dem Unglück konnten die Walliser Spitäler dank vorgängig getroffener Massnahmen die erforderlichen Kapazitäten in den Bereichen Notfall und Operationssaal für die Behandlung der verunglückten Personen bereitstellen. 17 Personen verliessen nach einer ambulanten Behandlung die Spitäler direkt wieder. 23 Personen wurden hospitalisiert: 9 Personen mit schweren Verletzungen, davon vier Personen unter künstlicher Beatmung, und zwei Personen befanden sich in einem kritischen Zustand.
Sprachbarriere überwunden
Bei den betreuten Patienten handelte es sich ausschliesslich um erwachsene Personen mit folgenden Nationalitäten: Japan (28), Schweiz (5), Spanien (4), Österreich (2) und Indien (1). Eine grosse Herausforderung in der Patientenbehandlung stellte die Kommunikation mit den zumeist japanischen Patienten dar. Dank der Mitarbeit mehrerer Übersetzerinnen, die innert kürzester Zeit zur Verfügung standen, konnte die Kommunikation mit den Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen ab Spitaleintritt sichergestellt werden.
Aktuelle Situation und Ausblick
Heute Freitag, 30. Juli 2010, präsentiert sich die Situation wie folgt: Es befinden sich noch 8 Personen, ausschliesslich japanischer Herkunft, in Spitalpflege: Visp (1), Sitten (3), Lausanne (2), Genf (1) und Bern (1). In den nächsten Tagen werden voraussichtlich 3 Patienten aus den Walliser Spitälern austreten und in ihr Heimatland Japan zurückkehren. Für die Patientin, welche sich zurzeit im Spital Sitten auf der Intensivstation befindet, ist auf Anfang der nächsten Woche eine Verlegung ins Universitätsspital Lausanne (CHUV) geplant. Die Patientin im Inselspital Bern konnte in der Zwischenzeit von der Intensivstation auf die Abteilung verlegt werden. Ihr Zustand verbessert sich kontinuierlich.
Wir drücken den Hinterbliebenen des Opfers unser tiefes Beileid aus und wünschen den verletzten Personen eine rasche und vollständige Genesung.
Für Informationen an Angehörige dient die von der Kantonspolizei eingerichtete Help-Line unter der Telefonnummer 0848-112-117.