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Symposium „Wundmanagement“ am Spitalzentrum Oberwallis

Modernes Wundmanagement erfordert neue Wege

Brig, 17. Juni 2010 – Schätzungsweise 4’000 Menschen leiden im Oberwallis an offenen Wunden, die nicht nur das Allgemeinbefinden beeinträchtigen, sondern auch ein hohes Risiko für weitere Erkrankungen darstellen. Patientinnen und Patienten mit chronischen Wunden benötigen intensive, vernetzte und wissenschaftlich fundierte Behandlungsmöglichkeiten, welche innerhalb des Spitals Wallis laufend ausgetauscht und aktualisiert werden. Das Spitalzentrum Oberwallis verfügt mit seiner zertifizierten Wundmanagerin über dieses Knowhow. Profitieren können davon sowohl spitalinterne als auch -externe Pflegende und Ärzte.

Übereinstimmung und Kontinuität in der Betreuung

Wichtig für Patientinnen und Patienten mit chronischen Wunden sind Übereinstimmung und Kontinuität in der Betreuung. Ist das Vorgehen in den einzelnen Gesundheitsinstitutionen nicht aufeinander abgestimmt, kann es zu Behandlungsunterbrüchen kommen. Um dies zu verhindern und die Koordination in der Wundbehandlung zu verbessern, wird die vermehrte Zusammenarbeit verschiedener Institutionen angestrebt. Erklärtes Ziel ist, dass dieselben Wundbehandlungsprinzipien angewandt und gleiches Material benutzt wird, um den Patientinnen und Patienten eine standardisierte und somit lückenlose Behandlungskette gewährleisten zu können.

Expertenwissen im ganzen Oberwallis nutzen

Die Behandlung chronischer Wunden erfordert professionelle Pflege. Mit der Ausbildung von Frau Rebecca Kämpfer zur zertifizierten Wundmanagerin nach Kammerlander  verfügt das Spitalzentrum Oberwallis über Expertenwissen, das es nun mithilfe des Wundsymposiums sowie ambulanten Beratungen und Behandlungen allen anderen Gesundheitsinstitutionen im Oberwallis zugänglich macht. Diese Zusammenarbeit ermöglicht,  die Wundbeurteilungen und -behandlungen zu standardisieren und damit eine qualitativ hochstehende moderne Wundversorgung zu erreichen.

Behandlungskonzept

Das Wundmanagement am Spitalzentrum Oberwallis basiert auf einem kantonalen Konzept und umfasst die Wunddiagnostik in Form einer standardisierten Wundanamnese, die Wundpflege, in welcher für die Patienten ein individueller Behandlungsplan festgelegt wird, ebenso wie die Prävention.  Die Wundmanagerin übernimmt dabei eine beratende und ausbildende Funktion für Pflegefachpersonen in Spitälern und Altersheimen, Spitalärzte, Hausärzte, Spitexfachpersonal und Angehörige und vermittelt auf diesem Weg ihr Fachwissen sowohl intern als auch extern an Personen, die an der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit chronischen Wunden beteiligt sind.

 Zusätzliche Dokumente