Si un jour je meurs... les soins palliatifs s'exposent
Vom 10. September bis 20. Oktober wird die Ausstellung „Si un jour je meurs... les soins palliatifs s'exposent“ nacheinander in Saint-Maurice, Martinach, Sitten und Brig gezeigt. Sie lädt die Besucherinnen und Besucher ein, sich Gedanken zum Lebensende und zum Tod zu machen. Zudem bietet sie Gelegenheit, die zahlreichen Partner des koordinierten Versorgungsnetzes des Kantons kennenzulernen.
Diese Wanderausstellung, die sich an die breite Öffentlichkeit richtet, veranlasst zu Überlegungen zur Endlichkeit des Lebens und zum Tod. Der erste Teil der Ausstellung wird von der Stiftung für Palliative Care La Chrysalide zur Verfügung gestellt. Durch eine Reihe von Postern werden die Besucherinnen und Besucher zum Nachdenken über die präsentierten Themen angeregt.
Im zweiten Teil stellt das Spital Wallis das koordinierte Netz für Palliative Care vor, das im Kanton besteht. Diese zusätzliche Ausstellung, eine spielerische, interaktive Inszenierung, wurde von Claire Pattaroni speziell für die Walliserinnen und Walliser geschaffen. Sie löst die Frage aus: «Und wenn die unheilbare Krankheit mich trifft?»
Den Besucherinnen und Besuchern wird klargemacht, dass auch sie eines Tages betroffen sein könnten. Sie werden angeregt, sich Gedanken zu ihrem eigenen Ende oder zum Tod ihrer Angehörigen zu machen. Mit oft ganz einfachen Fragen lädt die Ausstellung zu einem Austausch und zu Interaktionen ein: Wie viel Zeit bleibt mir noch im Leben? Wie soll ich die Zeit verbringen, die mir noch bleibt? Soll ich einen alten Traum realisieren? Soll ich meine Hoffnung darauf setzen, mich allen vorstellbaren Therapien und Behandlungen zu unterziehen? Wer wird mir zur Seite stehen? Wer wird mir helfen, meine Angelegenheiten zu regeln? Werde ich Schmerzen haben? Werde ich selbst entscheiden können?
Am Rand der Ausstellung organisieren das Spital Wallis und weitere Partner des Walliser Gesundheits- und Sozialbereichs zahlreiche Veranstaltungen (Referate, Film, Erfahrungsberichte, Podiumsdiskussionen).
Palliative Care im Wallis
Das Angebot im Bereich Palliative Care ist auf die Bedürfnisse von Menschen mit einer unheilbaren, tödlich verlaufenden und/oder fortschreitenden chronischen Erkrankung und ihrer Angehörigen abgestimmt. Da die Menschen immer älter werden, chronische Krankheiten mit zunehmender Häufigkeit auftreten und auch bei den Krebserkrankungen ein Anstieg zu verzeichnen ist, wird sich der Bedarf nach Palliative Care in den nächsten Jahren stetig erhöhen.
Das Spital Wallis ist vom Kanton als Kompetenzzentrum für Palliativmedizin und -pflege anerkannt. In Brig und Martinach wurden zwei Kompetenzpools aufgebaut, die den Qualitätskriterien der Schweizerischen Gesellschaft für palliative Medizin, Pflege und Begleitung entsprechen. Diese Kompetenzpools umfassen eine Bettenstation für Palliativpflege, ambulante Sprechstunden sowie mobile Palliativteams, die inner- und ausserhalb des Spitals im Einsatz sind.
Der Aufbau von mobilen Teams, die auf Palliative Care spezialisiert sind, geht auf eine Vereinbarung zurück, die im September 2009 zwischen dem Kanton, dem Spital Wallis (GNW) und dem Verein François-Xavier Bagnoud abgeschlossen wurde. Die spezialisierten beratenden Teams unterstützen das Pflegepersonal und die Ärzteschaft in der Praxis, um den Zugang zu Palliative Care für alle Patientinnen und Patienten zu fördern, die derartige Leistungen benötigen.
Soweit dies möglich ist und gewünscht wird, tragen die Teams dazu bei, dass erkrankte Personen an ihrem Lebensort bleiben können, und ergänzen das bestehende Angebot durch eine koordinierte, ganzheitliche Betreuung, um unnötige Spitaleintritte oder erneute Spitaleinweisungen zu verhindern.
Programm der Ausstellung
• Vom 10. bis 17. September 2011, 10–18 Uhr, Mediathek Saint-Maurice
• Vom 20. bis 25. September 2011, 13–20 Uhr, Spital Martinach
• Vom 27. September bis 9. Oktober 2011, 13¬–20 Uhr, Spital Sitten
• Vom 18. bis 20. Oktober 2011, 15.30–17 Uhr, Zeughaus Kultur Brig-Glis